Sehnsucht

 

»Willst du ein Schiff bauen, so rufe nicht die Menschen zusammen, 
um Pläne zu machen, 
Arbeit zu verteilen, Werkzeuge zu holen und Holz zu schlagen, 
sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen endlosen Meer.«
 
Antoine de Saint-Exupéry

 

 Sehnsucht

 

Dieses Zitat hat mich sehr berührt. Es ist eine Sehnsucht die mich antreibt. Ich kenne viele Sehnsüchte, es gab sie früher, als sie auf konkrete Dinge gerichtet waren, es gab sie später, als sie auf vermeintlich höhere, vor allem spirituelle, Ziele gerichtet waren. Sie waren es, die mich immer motivierten weiter zu gehen. 

Solange die Sehnsucht, die Leidenschaft für welche Sache auch immer, nicht entfacht ist, bleibt alles Planen, Denken und Handeln leer. Ich bin dazu geneigt es Arbeiten zu nennen, denn es ist anstrengend, kräftezehrend und macht nur selten Spaß. Von Freude ganz zu schweigen. Ein Beruf, oder besser eine Berufung, die mit unserer innersten Sehnsucht verbunden ist, die von ihr motiviert ist, ist vielleicht auch anstrengend, aber zumeist belebend und freudvoll.

Ich glaube, die Sehnsucht nach Hause zu kommen, endlich anzukommen, ist die Mutter aller Sehnsüchte. Etwas in uns sehnt sich nach Vollständigkeit. Verzweifelt greift es nach allem, was verspricht, diese Lücke in uns zu schließen, nur um etwas später erneut enttäuscht zu werden. Die Sehnsucht nach dem großen endlosen Meer, verbinde ich mit dieser Vollständigkeit.

Wenn ich mich dieser Sehnsucht hingebe, macht sie mich zum Forscher auf der Expedition durch dieses einzigartige Lebens. Diese Hingabe ist ohne Ziel und ohne den Versuch, irgendetwas zu erreichen. Es ist ein Öffnen der Sinne und Aufgeben der Vorstellung wie die Welt sein sollte. 

Auf diese Weise zeigen sich immer neue Möglichkeiten und Wege. Wege, für die der Blick durch meine starren Vorstellungen zuvor verstellt war.